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die augen brauchen mehr zu trinken...

hallo liebe daheimgebliebene,

aufgrund meiner schreibfaulheit (als wäre ich nur in der hinsicht faul haha) habe ich mich nicht im eher im stande gesehen, einen weiteren meiner zweifelsohne literarisch wertvollen reiseberichte zu verfassen.dabei gab es schon eine dinge und erlebnisse, die einem eigenen text würdig gewesen wären

so war ich das erste mal auf der nordbank, hatte mehrere erlebnisreiche starndaufenthalte, mein handy wurde geklaut und ich habe neue bekanntschaften gemacht und bereits geschlossene vertieft.dabei muss ich zugeben, dass die anzahl der erlebnisse in keinem verhältnis zu den tagen steht, die ich schon hier bin, aber das kommt sicher noch

aber der reihe nach:

in den tagen nach meinen letzen bericht haben achim und ich die erste längere strandtour gemacht(ca. 40 min.)dabei habe ich nicht nur gemerkt, dass der strand hier in gambia eigentlich ganz schön ist, sondern auch, dass dieser fakt ebenfalls schon längst von der hotelbranche und den einheimischen erkannt und entsprechend vermarket wurde.so kommt es dazu, dass sich zu der willkommenen monotonie des meeres auf der einen seite die lästige monotie der tourismusbranche auf der anderen seite gesellt.da besteht die flora und fauna nämlich nur aus hotels, strandbars und kleinen ständen der einheimischen, sowie sonnenschirme und sonnenbetten.

dazu kommt, dass dich auf einer 40-minütigen wanderschaft gefühlte 50 personen ansprechen und dich einladen, entweder auf einem sonnenbett platz zu nehmen oder einen fruchtsaft zu trinken.und mal unter unsffenheit hin oder her,aber wenn dir anscheinend die halbe bevölkerung dises landes einen fruchtsaft anbietet, dann fängt man automatisch und aus purem guten willen, einen mord zu verhindern, an zu sagen, dass man vladimir heißt, aus russland kommt und kein englisch versteht.russland kennen hier nämlich die meisten nicht.

am dienstag der darauffolgenden woche stand dann der erste trip auf die nordbank an. das hieß: um 6 uhr aufstehen! da war es noch dunkel!dunkel!!!hier! dazu kam, dass ich dann, mich im düsteren haus orientierend(wir hatten zu dem zeitpunkt kein strom), einer 6 cm langen kakerlake über den weg lief, welche dann schnell flüchtete.

 naja, nach zwei tassen kaffee wurden wir dann vor unserem haus von werner und hatabou, einem einheimischen mitglied des vereins, mit dem auto abgeholt.nach einer halbstündigen autofahrt, auf der es mir nicht einmal gelang, zu schlafen, und der kontrolle eines militärpostens, der eigentlich nur geld abgreifen wollte, kamen wir dann im hafen von serekunda an.wir mussten zu fuß auf die fähre, weil werner schwul ist, das hier ein verbrechen ist und die leute werner nicht im auto auf die fähre lassen.wir also zu fuß auf die fähre und nach einer äußerst zugigen 40-minütigen überfahrt wieder zu fuß runter.nun in barra angekommen hieß es erstmal:frühstück.in diesem fall hieß das ziegengulasch mit tappa lappa und fanta.gut.nach diesem "ausgiebigen" frühstück besorgten wir uns auf dem markt in barra zwei taxis, da peter und lahmin mitterweile zu unserer gruppe gestoßen sind.der hafennahe markt in barra glich einem ameisenhaufen, nur das er bedeutend dreckiger war und ich zu jedem zeitpunkt dort da gefühl hatte, dass jeder atemzug aufgrund der abgase und des mülls nachhaltig schaden in meinem körper anrichtete.aber egal.

nachdem wir dann also in barra losgefahren sind, erreichte unsere kolonne nach einem kurzen zwischenstopp in njongong, wo wir ein mädchen gesucht aber nicht gefunden haben, das hauptziel des tages: das dorf ndofan.dort angekommen, besichtigten wir auch gleich das herzstück der bemühungen des vereins auf der nordbank, nämlich die schule.nach diversen gesprächen mit dem neuen direktor, lehrern und der besichtigung der schulküche, einer geldübergabe und einem abstecher in ein nachbardorf wurde dann das ziel unserer zukünftigen anstrengungen hier in gambia in angriff genommen.zu dem zweck bewegte sich eine delegation, bestehend aus dem direktor, ein paar lehrern, unserer gruppe sowie einem lokalen bauunternehmer, in richtung einer kleinen apotheke vor der schule, um die maßnahmen und deren kosten für eine komplette sanierung des gebäudes zu besprechen.anfangs noch bemüht, zuzuhören, mitzuschreiben oder mich wenigstens als fotograf verdient zu machen, verlor ich ungefähr nach einer halben stunde das interesse an den diskussionen.diese schienen sich nämlich eher um das für und wider von abtreibung, den kategorischen imperativ von kant und dessen mögliche anwendung auf das wirkliche leben und die daraus resultierenden folgen oder aber um die tatsächliche gradzahl, bei der blei schmilzt, zu drehen als um balken, farbe für den innenraum oder einen wirksamen termitenschutz.zumindest ließ die länge der gespräche auf streitfragen dieser epochalen ausmaße schließen.nachdem wir dann anch einer ewigkeit, wie mir erschien, ein ergebnis hatten, ging die ganze delegation wieder zurück zur schule und es gab ein großes verabschieden.danach stiegen wir in unsere taxis, welche die ganze zeit über gewartet haben, und fuhren zurück nach barra, setzten mit der fähre über und fuhren dann schlussendlich nach hause.

nach einigen weiteren tagen der produktiven faulheit verschlag es mich wieder an den strand.dort blieb ich dann auch den ganzen tag über, wodurch meine immer weiter perfektionierte technik des faulenzen ihren höhepunkt für diesen tag ereichte, und lernte noch, ataja zu brauen.ataja ist ein grüner tee, der hier an jeder straßenecke getrunken wird.das brauen ist relativ simpel, wodurch dieser tee für mich das sinnbild der produktiven faulheit geworden ist.man muss dafür nichteinmal aufstehen.natürlich wollte ich das lernen.ich fragte bob, einen angestellten bei lahmin, oder er mir das beibringen kann und er tat es.um grunde muss man nur immer wieder den tee von einem glas in das andere kippen und das ganze ziemlich oft wiederholen.ist aber wirklich entspannt.ich kann es ja mal zeigen, wenn ich wieder da bin.ich hab nämlich den ganzen stuff dafür schon gekauft und nehme ihn mit nach hause.

wieder ein paar tage später kam fuhr ich abends mit dodo zurück nach serekunda.ich hatte ihn den tag über bei sich zuhause besucht und abends gings halt wieder zurück.auf der taxifahrt hat mir dann mein sitznachbar langsam, und sehr gekonnt übrigens, das handy aus der tasche gefischt.ich hab das natürlich erst gemerkt, als wir schon wieder auf der straße waren.der taxifahrer fuhr nochmal zurück und wir suchten nochmal nach dem kerl, aber der war natürlich schon abgetaucht.shit happens! ich kauf mir dann nächsten monat ein neues.

zuletzt würde ich gern noch von einem strandspaziergang erzählen, denn ich in der letzten woche auf eigene faust unternohmen hatte.der sollte mich nämlich an das nördliche ende des strandes führen, was er auch getan hat, da das ende nur ungefähr 4 km weg ist^^ aber gut, es war trotzdem anstrengend genug.neben den unzähligen "gesprächen", die ich geführt habe, konnte ich zum glück auch ecken des strandes sehen, die noch etwas naturbelassener waren.das gipfelte darin, dass ich eine steilkiste bewundern durfte, welche ganz aus lehm zu bestehen scheint(foto kommt, wenn ich es hinkriege).nach diesem trip habe ich mich dann erstmal mit einem sandwich belohnt, welches ich in einer strandbar ganz in der nähe käuflich erwarb.dann habe ich mich in eine der äußerst bequemen hängematten gechillt und im schatten der palmen und begleitet vom rauschen des meeres mein sandwich gegessen.das war wirklich ein moment vollkommener zufriedenheit, wie ich ihn nur selten erlebt habe.ich konnte wirklich meine seele baumeln lassen und habe die atmosphäre der unbekümmertheit mit jeder zelle meines körpers genossen, wobei ich mich von der külen brise des meeres treiben ließ.da konnte man wirklich seine seele mit purer lebensfreude auftanken.es war großartig!

nach dem rückweg vom quell des lebens(haha jetzt wirds kitschig) saß ich dann noch bei lahmin und habe, während ich auf den sonnenuntergang gewartet habe, ein sehr nettes gespräch mit zwei engländern(sue und ian) geführt.vom sonnenuntergang habe ich dann auch ganz nette aufnahmen gemacht, die auch noch kommen, wenn ich es hinkriege.

so jetzt ist es aber genug.meine güte, soviel kann ja keiner lesen.aber vielleicht sollte ich auch nicht immer solange warten, dann gibts auch nicht soviel zu schreiben.

naja, hauter rin leute.wir sehen uns

k.

26.11.11 16:00
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Schwesterchen (28.11.11 19:58)
man man man, du scheinst ja eine menge zu erleben! das mit dem handy war mir klar und den rest muss man wahrscheinlich auch mit eigenen augen gesehen haben, bevor man es nachvollziehen/glauben kann. Pass auf dich auf und zeig deine Kamera nich so öffentlich


Astrid + Norbert (11.12.11 14:39)
Hey Kris,
es ist wirklich spannend Deine Erlebnisse zu lesen. Du solltest ein Tagebuch führen und später ein Buch schreiben "Der Weiße in Afrika"
Ich glaube das würde Deinem "Arbeitsdrang"
zu gute kommen.
Wir haben noch kein einzigen Satz über Deine "Arbeit" gelesen.
Deine Berichte werden auch von Deiner Oma gelesen - nachdem ich sie ausgedruckt habe.
Was machst Du Weihnachten - kennt man da Tannenbäume - sicherlich nicht,oder?
Hast Du die Möglichkeit zu "skypen"-wäre für Weihnachten ne tolle Idee!
Es grüßen alle Drangstedter (die Dich kennen)

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